178/2010: Personen: Sebastian Grabosch vom Berliner Hof in Berlin-Wilmersdorf stößt mit uns an!
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Sebastian Grabosch, Jahrgang 1979, ist in jungen Jahren schon viel rumgekommen, hat aber aktuell seit 2008 ein kleines, nettes Restaurant an der Hildegardstr. in Berlin-Wilmersdorf, direkt an der Straßenecke Schrammstr., wohnt um die Ecke und kann den Laden praktisch zu Fuß erreichen. Das ist nicht schlecht. Kann das Auto stehen bleiben. Früher war in dem Laden mal im Keller eine richtige Kegelbahn, die ist längst eingestampft.
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In allen Branchen: In der Gastronomie, im Einzelhandel und bei den Fleischfladen versuchen die so genannten Systemgastronomen zu punkten. Dabei sind sie hundslangweilig und verkaufen nur “genormten Geschmack”. Gastronomie im Jahre 2010: das könnte jetzt so ein bisschen eine Trendwende geben. Nach den mauen, zurückliegenden Jahren kommt wieder erster, neuer Schwung in die Bude. Das merkt man so ein bisschen.
Der Standort des Restaurants Berliner Hof ist allerdings kein “first class”-Standort mit einem Haufen Laufkundschaft. Hier herrscht eine Art Stammpublikum vor. Zu dem besitzt Grabosch nach zwei Existenzgründungsjahren an dieser Ecke bereits einen guten Draht. Das Veranstalten von Veranstaltungen, das ist auch so eine Art “Systemgastronomie”. Es einem Haufen einkehrender Gäste recht zu machen, das ist eine Kunst. Die sollen ja wiederkommen. Kommen sie.
Mühsam ist das Geschäft, eine Geschäftsidee erfolgreich zu entwickeln. Bei der Stange zu bleiben. Man muss auch mit Haken und Ösen rechnen, mit Widerstand. Widerstand beim Vermieter? Das ist vorbei. Dem Vermieter ist das Recht auf Verwaltung seines Eigentums entzogen worden. Die Immobilie wird zwangsverwaltet. Mieter Grabosch muss nun abwarten. Es gab klärende Gespräche. Wo die Reise hingeht, kann noch niemand genau sagen. Das hindert einen, Entwicklungsplanung zu betreiben. Den Platz weiter mit Verve zu entwickeln, dafür zu sorgen, dass neues Publikum kommt. So ein Platz im gutbürgerlichen Wilmersdorf, auf den niemand mehr verzichten möchte. Schade: eigentlich sind da noch etliche Möglichkeiten, die offen vor einem liegen, aber wer will solche Möglichkeiten -angesichts dessen- ergreifen, ohne die viel zu hohen Risiken angemessen einzuschätzen? Sicher ist nur der Tod, und alles andere als sicher ist, ob nicht bald ein neuer Eigentümer, und was der dann für Pläne…?
Sebastian Grabosch macht eine Weißweinschorle aus Weißwein und Sprudelwasser und dann da rein einen Schuss Aperol. Das gibt ne gute Färbung. Nicht BSR-orange “We kehr for you”, sondern Aperol. Aperol ist nicht nur eine Farbe. Aperol ist bei schönem Wetter eine Art Lebenseinstellung.
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Ganz in Farbe: noch einmal angestoßen:
Gestern Abend wurde das Restaurant ausführlich getestet. Der Test ist hier verlinkt.

- Gut abgeschnitten: Restauranttest Berliner Hof (auf qype.com)
- Informativ: Berliner Hof (Website)
- Update vom 12.08.10: Bericht in der Berliner Morgenpost (extern)
- Hintergrund: Was ist Aperol? (Wikipedia)

Juni 27th, 2010 um 11:24
[...] Schmeckt sehr gut hier: Restaurant Berliner Hof [...]
November 10th, 2010 um 13:32
[...] Der Gastrotherapeut Sebastian Grabosch im Gespräch (Drüben gibt es Aperol, den ich hol, so leb denn [...]