Nov
21
2010
thomas


Frühsammer´s Restaurant, Berlin-Grunewald
Frühsammers Restaurant befindet sich in Berlin-Wilmersdorf, Ortsteil Grunewald, am Flinsberger Platz 8 auf dem Grundstück und in der Villa des Tennisclubs Grunewald. Dort ist mitnichten die Bude kalt und von Holzaktion derzeit nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Die Holzklasse befindet sich anderswo! Niveaulosen Weltvielfliegern buchen sie im Kampf um die niedrigsten Ticketpreise aller Zeiten und nur, um die Welt noch ein weiteres Mal zu umrunden! Frühsammer hingegen ist eher erdverbunden, hier im Grunewald und mit einem Quantum Verlass! Angst verlassen zu werden? Unnötig! Als Kontinuum mobile wechselt höchstens die Lokation mal alle paar Jahre. Die Qualität aber bleibt.
Ja, wo sammer denn hier? Na, beim Frühsammer-Peter! Das klingt so ähnlich wie “beim Ziegen-Peter”, nur lässt sich beides nun wirklich gar nicht vergleichen. Der eine spielt im Leben einer Schweizer Almöde eine Rolle, der andere gehört schon seit mehr als zwanzig Jahren zur Szene der besten Köche, stadtweit. Allerdings kommt Frühsammer im Doppelpack, das Ehepaar versteht sich zu zweit auf Spitzenküche.
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Nov
21
2010
thomas


Gummibärchen der Investitionsbank Berlin
Direkt rein, dann zum Pförtner, was fragen wie “Ich interessiere mich für Wohnungsbauförderung schon grundsätzlich. Und dann, “Ach, wozu sind die denn?” und “Darf ich eventuell ein Tüte ?”…. So erschleicht man sich öffentliche Leistungen wie diese. Authentizitätsprobleme: Mit sechs, sieben Jahren nimmt einem noch niemand grundsätzliches Interesse an der Wohnungsbauförderung ab!
Ja, gleich am Eingang der Investitionsbank Berlin, sozusagen: Himmelpforten! Nö, nicht Weihnachts-Himmelpforten, das liegt doch in Finnland, oder? Das hier, dieses Entrée liegt an der Bundesallee in Berlin-Wilmersdorf. Sagen wir, seit mehr als 1.565 Jahren. Seit eben in Berlin die Wohnungsbauförderung institutionalisiert wurde. Der frühere Papst der Bank hieß Klaus Riebschläger und war auch schon mal Finanzsenator. Früher war die Investitionsbank sowas von braun, da nannte man sie (nicht deswegen) Wohnungsbau-Kreditanstalt. Jetzt hat sie eine hübsch aufmodernisierte Fassade und ein erweitertes Produktportfolio. Mal sehen, ob auch Wohnungseigentumerverwalter zufrieden denken, ach, das ist doch schon ein nettes Haus mit hübschen Angeboten….
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Jun
18
2010
thomas


Sebastian Grabosch - Berliner Hof, Wilmersdorf
Sebastian Grabosch, Jahrgang 1979, ist in jungen Jahren schon viel rumgekommen, hat aber aktuell seit 2008 ein kleines, nettes Restaurant an der Hildegardstr. in Berlin-Wilmersdorf, direkt an der Straßenecke Schrammstr., wohnt um die Ecke und kann den Laden praktisch zu Fuß erreichen. Das ist nicht schlecht. Kann das Auto stehen bleiben. Früher war in dem Laden mal im Keller eine richtige Kegelbahn, die ist längst eingestampft.
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Jun
11
2010
thomas


Blue Moon - Uhlandstr. - Wilmersdorf
Bis zum 28.05.2010 stand da diese Puppe auf der Uhlandstr., direkt an der Ecke Lietzenburger Str..
Jetzt nicht mehr: das Blue Moon ist umgezogen nach Berlin-Charlottenburg in die Damaschkestraße. Weiterführende Informationen sind verlinkt!

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Mrz
21
2010
thomas

Parkcafé, Fehrbelliner Platz, Wilmersdorf

“Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!” (Walter Ulbricht)
Das Parkcafé in Berlin-Wilmersdorf, direkt am Fehrbelliner Platz gelegen, das wäre kein Laden, wo ich hingehen würde, um mich zu vergnügen. Niemand hat die Absicht, auf einem Parkplatz Vergnügung zu suchen oder in der städtebaulichen Einöde. Immobilienmakler sagen gern folgenden Spruch: “Drei Dinge musst du bei einer Immobilie beachten: “Die Lage, die Lage und die Lage!”
Dieser Laden, das ist eher so eine Art Mehrzweckhalle für alle möglichen Vorhaben, besonders für solche, die einen nützlichen Zweck erfüllen. Dabei muss man sich nicht so wohl fühlen, als sei man zum reinen Vergnügen unterwegs. Wenn ich auch die Architektur und das Interieur ganz gut gelungen finde, so ist doch das Publikum (nicht das Ambiente, oder folgt Ambiente aus Publikum?) eher geschäftlich, distinguiert, unpersönlich und was etliche Männer angeht, mit pomadegeschmiertem Deckhaar, wenn´s auch schon schütter geworden ist. Es dominiert das iPhone und ich bedauere hier (nur hier), selbst eins zu besitzen. Denn es ist zwar einerseits das beste Handy der Welt, derzeit, oder irre ich da? Andererseits lauern in meinem Kopf immer wieder so Schlagworte wie Generation Golf, Generation Pop, Generation DSDS oder jetzt eben Generation iPhone.
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Feb
19
2010
thomas


Extrahierte Privatmeinung von Johnny Bratwurst
Johnny Bratwurst, das scheint der Johnny Rotten der Gastrokritiker Berlins zu sein, und auch nicht der Johnny Thunders von Charlottenburg-Wilmersdorf. Der leistet sich eine für “Außengeländer” (das sind alle, die nicht in Berlin wohnen) exaltierte, berolinisch anmutende Privatmeinung zu Dickdarm, Wurstpelle und Saucen mit Bajonettverschluss. Das muss uns nicht weiter interessieren, denn wir haben -Deutschland, deine Grundrechte- eine eigene Meinung. Uns gebüldet.
Grundsätzlich darf man Currywurst zumindest gelegentlich mal “schnabulieren”, es muss ja nicht jeden Tag sein. (Credo der Redaktion zum Stichwort Currywurst)
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Dez
17
2009
thomas

Zaunfeld ausgehängt - Berlin-Wilmersdorf
Die Sache ist wie immer ganz gut abgewickelt worden. Die Baufirma hat wieder gut gearbeitet. Das war jetzt der dritte Auftrag im selben Haus.
Inzwischen ist die Baufirma auch ortskundig. Sie hat es sich regelrecht erarbeitet. Erst war das Vorderhaus dran, die Straßenfassade in der Blissestr. in Berlin-Wilmersdorf wurde aufgehübscht. Dann kam die Innenhof-Fassade dran, letztes Jahr. Immer schön der Reihe nach. Was übrig blieb, war noch die ‘allerhinterste’ Fassade (unmögliches deutsch), also die hinterste Fassade vom hintersten Gebäudewinkel, also vom Gartenhaus. Da rein zu kommen, stellen wir uns als Laien so vor.
1. Baufirma bekommt Auftrag und
2. schickt die Gerüstbauer durch unser Treppenhaus, erst Vorderhaus, dann Innenhof, dann Gartenhaus, im Gartenhaus durch den Keller.
Pustekuchen.
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Apr
28
2009
thomas

Ich bin kein Foto!
In der Online-Ausgabe des Tagesspiegel lesen wir heute auszugsweise, und daher diesmal noch ohne Bild, das später immer noch folgen kann (Bildereinreichung zur kostenlosen Abbildung hier sehr gern):
Die Prager Straße in Wilmersdorf ist eine kurze, baumbestandene Wohnstraße, auf der sich vorwiegend weißhaarige ältere Damen fortbewegen. Spricht man sie an, sagen sie in akzentfreiem Hochdeutsch: „Ich habe keine Zeit.“ Auf der Ostseite der Straße lehnen sich wuchtige Gründerzeitbauten aneinander, verziert mit Jugendstilornamenten. Fast jeder Briefkasten in der Nummer 3 warnt den Zusteller: „Reklameeinwurf verboten.“ Die Prager Straße führt zum Prager Platz mit großem Springbrunnen, einer modischen Coffee-Bar, Sanitätshaus, Sonnenstudio und Reformhaus. Dass fast 100 Prozent der 416 Wähler in der Umgebung für Pro Reli gestimmt haben sollen, „hat mich auch gewundert“, sagt die Reformhaus-Inhaberin. „Hier wohnen viele Beamte, Lehrer, gebildete Leute, aber nicht verbohrt.“
Weiterführender Link
Tagesspiegel-Online-Ausgabe,
ungekürzte Fassung des Artikels vom 28.04.09
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Feb
17
2009
thomas

Hinweisschild
Schilder wie dieses hängen in vielen Häusern. Man fragt sich, ob sie aktuell noch etwas zur guten Verwaltung beitragen können? Sie haben ihre Halbwertzeit, diese Schilder. In manchen Häusern wie diesen, wo alles artig und ordentlich preußisch beschriftet ist, wurde schon seit Jahrzehnten nicht einmal die Verwitterung des Schildes selbst bemerkt. So ist es auch mit diesem Schild in Berlin-Wilmersdorf in der Markgraf-Albrecht-Str.. Das Haus ist ca. 1959/60 gebaut worden. In den Wohnungen waren Wohnungsöfen, und man konnte Brennmaterial oben im Dachboden zerkleinern. Dies war aber nur erlaubt, wenn man hinterher sofort die dabei entstandenen Späne wegfegte. Ein etwa vergleichbar sinnvolles Schild wäre z.B. ‘Nach dem Baden ist das Badewasser sofort wieder abzulassen!’ Oder ‘Nach dem Fenster öffnen ist das Fenster sinnentsprechend baldigst wieder zu verschließen!’ Oder ‘Nach dem Nachdenken ist das Denken nicht mehr Pflicht!’ – Es gibt viele Schilda…..nicht alle sind vom heutigen Standpunkt aus betrachtet noch sinnvoll. Mir deucht, dies sei auch so eines.

Do not drink this water - Fremdfotografie, Fotograf unbekannt
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Jan
13
2009
thomas

Klingelschildbeschriftungen
Man sagt auch: ‘Das Klingeltableau ist die Visitenkarte jedes Hauses!’ Das kommt den Freunden der Theorie bekannt vor, die sagen: ‘Sage mir, was Du isst, und ich sage Dir, was für ein Mensch Du bist!’ -
Liegt eine ordentliche Beschriftung vor, so wissen wir, da kümmert sich jemand drum. Sind die Beschriftungen hingegen mit fransenden Seitenfähnchen erweitert, so hat das Namensschild nicht ausgereicht. Anarchie pur. Wer eine Unternehmensgruppe sein eigen nennt oder die Vielfältigkeit seiner Lebenszusammenhänge, muss sich über moderne Wohnformen nicht beraten lassen. Allerdings kann es sein, er muss nach links und rechts das Klingelschild erweitern. Auch das sieht man hier deutlich. Die Mode der Doppelnamen tut ein Übriges. Und dann gibt es auch immer wieder welche, die nicht beschriftet werden. Was für eine Kalamität? Vielschichtig sind die Gründe dafür. Manche Wohnungen stehen zwischenzeitlich leer, obwohl es von der Straße aus nicht den Anschein macht. Andere wollen ein Leben in der Anonymität. Wieder anderen ist das alles vollkommen wurscht. Dass hier der Bewohner nicht die Familie LIPPERT ist, können wir uns mit Allgemeinwissen erklären.
LIPPERT ist ein Klingelschildtableau-Hersteller. Das ist noch das Original-Leerschild, und Lippert liefert übrigens gute Qualität.
Messing sieht edel aus, aber dazu muss es auch gepflegt werden. Pflegemängel treten zutage durch Schmauchspuren vergangener Bauvorhaben auf den unmittelbaren Nachbargrundstücken. Der Baustaub hat sich schon als Patina draufgelegt. Schade eigentlich, es sollte mal ein schönes werden. Äußerst lustig und mit einem heimlichen Kichern begleitete den Stadtbild-Rezensenten der ‘Rechtsanwald’. Deswegen haben wir dieses Klingeltaster-Schild noch einmal vergrößert und herausgestellt! Der Name existiert nicht wirklich, ein Schelm, der Schabernack trieb. Heute rufts in den rechtsan-WALD: ‘Nachtigall, ick hör Dir trapsen!’ - In einem völlig anderen Haus wie diesem haben die Wohnungseigentümer leere Klingeltaster einfach mit Namen aus den
Loriot-Sketchen beschriftet, damit das Haus ordentlich bewohnt aussieht: dort wohnen ‘Dr. Klöbener, Herr Halmackenreuther und Herr Müller-Lüdenscheid.’ – Ordentlich. Man muss nur genug Fantasie haben und schon findet man in jedem Haus so einen Bewohner!
Schluss mit meinem Schabernack, das berufliches Leben fordert mich ganz und gar, als dass ich es mir erlauben dürfte, die Welt durch so ein schräges Schlüsselloch zu betrachten. Die investigativen Recherchen sind für heute abgeschlossen. Aus Gründen des Tatenschutzes für die Klingelschildbetreiber werden wir die genaue Adresse gezielt verschweigen und bitten um Akzeptanz für dieses hohe Rechtsgut.
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