Mrz 29 2010

Münster, NRW: Die Liebfrauen-Überwasserkirche steht seit 1340 herum! Die Orgel ist neuer!

thomas
Orgel, Liebfrauen-Überwasserkirche Münster

Orgel, Liebfrauen-Überwasserkirche Münster

„Entweder es regnet oder es läuten die Glocken. Und wenn beides zusammen fällt, dann ist Sonntag“ (landläufige Redensart der Münsteraner)

Bereits 1040 wurde die erste Überwasserkirche in Münster geweiht. Diese fiel jedoch einem Feuer zum Opfer.

Im Jahre 2005 (n.Chr.) gehörten etwa 55% der Bevölkerung der katholischen Kirche an. 3% der Bevölkerung waren Muslime. Münster ist also eigentlich nicht “kreuz-katholisch”. Wer aktuell das Münsterland besucht, hört im Radio von einer Pro-NRW-Bewegung, der eine gewisse Rechtslastigkeit zugeschrieben wird. Ihr Ziel ist die Zurückdrängung der Muslime in Anlehnung an das jüngst durchgeführte Volksbegehren der Schweizer gegen den Bau von Minaretten. Zumindest die Überprüfung dieses Ansinnens in Münster ergibt keinen “muslimisch geprägten Stadtkern” und ein Dutzend bereits errichteter Minarette.  Nein, die Gegend ist “durch und durch deutsch”, sieht man einmal von vereinzelten Muslimen ausländischer Herkunft ab und insbesondere von einer Vielzahl von offenbar russischen Straßenmusikern, die an den Kirchplätzen um eine Apanage von Zuhörern buhlen.

weiter lesen


Mrz 12 2010

Chile: Das Erdbeben ist vorüber, Nachwehen erschüttern das Land und Lisa berichtet aus Chile

thomas

 

Kathedrale von Rancagua (Foto: Lisa, Chile)

Kathedrale von Rancagua (Foto: Lisa, Chile)

Sie hat viele Nachrichten aus Deutschland erhalten, und das via Internet nicht weiter problematisch. Lisa aus Potsdam, unsere Auslandsberichterstatterin mit Themenschwerpunkt Chile (Südamerika) in diesen Tagen, berichtet aus der erdbebengeschüttelten Region via Email. Zur Zeit des Haupt-Erdbebens trieb sie sich gerade in Valvidia herum. Das liegt etwa 700 km südlich von Margot Honeckers vermutlich letzten Wohnort, Santiago de Chile, entfernt. Man muss sich einmal folgendes klar machen:

weiter lesen


Mrz 8 2010

Eindrucksvolle Bilderserie: Neapel ist eine vielschichtige Stadt mit vielen Problemen

thomas

Italien


:::SUDDD::: User: fracicciafra (via youtube) – grazie, Fabian (Roma)

In Neapel, Italien, gibt es eine Menge Probleme. Eins davon ist, mit einem blonden Kleinkind auf den Wochenmarkt zu gehen, um dort Vorräte für die frisch zuzubereitende Tagesmahlzeit zu kaufen. Das Problem ist nicht, dass du ein Kind hast. Das Problem ist, wenn das Kind blonde Haare hat. Dann ist es -inmitten der schwarz- und braunhaarigen Süditaliener- eine kleine Sensation, die sich zu einer großen auswachsen kann. Denn es ist nicht leicht, als Superstar “mit blondem Kind” einkaufen zu gehen! Bekanntlich sind die Italiener kinderlieb.

weiter lesen


Feb 15 2010

Harte Währung: Pesos, CUC, Lizenzen: der Kubaner weiß, was er braucht, einen Zusatzverdienst

Elke Pohl
Kubanisches Paar von hinten, Camaguey

Kubanisches Paar von hinten, Camaguey

Zeitzone “Die Zeitzone, in der Kuba liegt, ist UTC-5h, also die europäische Winterzeit (MEZ) minus 6 Stunden. Nach drei Jahren Pause gibt es seit Oktober 2006 wieder den jahreszeitlichen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit.”
 

Diesem Paar sieht man auf dem ersten Blick nicht an, dass es tatsächlich ein kubanisches Paar ist. Woher haben sie die tollen Klamotten mit modernem westlichen Zuschnitt und auffälliger Farbgebung? Vielleicht haben sie Verwandte in Florida, oder eine Schwester arbeitet als Ärztin in Venezuela oder Bolivien. Dort machen junge Mediziner ihre Facharztausbildung. Verdienen harte Währung und können so ihre Familien unterstützen. Nach drei Jahren müssen sie zurück nach Kuba

Doch harte Währung darf ein Kubaner offiziell nicht besitzen. Oder besser, er kann damit nicht mehr bezahlen. Im November 2004 ist der US $ in Kuba als offizielles Zahlungsmittel abgeschafft worden. Als Erklärung galt, es sei eine Reaktion auf den verschärften Wirtschaftskrieg der US–Regierung gegen das kubanische Volk. Der nun sowieso geschwächte Dollar kann mit einem Abschlag von mindestens 10 Prozent in konvertible Pesos, genannt CUC, umgetauscht werden. Das Gerücht, man nennt die kubanische Währung Kucuc(k), ist damit ausgeräumt. Wir sind in Währungsfragen unterwegs und auch in der Vergangenheit.

weiter lesen


Feb 10 2010

Schweinskopf, Fisch und freies Kuba: Von ‘libretas’ und ‘macetas’

Elke Pohl
Frau, Fisch, Trinidad (Kuba)

Frau, Fisch, Trinidad (Kuba)

Die folgende Geschichte läuft exakt am 31.12.2009 ab. Zu Silvesterabend sollte es Fisch geben! Ja,  Schwein(skopf) gab es bereits am Heiligen Abend. Abwechslung tut jetzt Not. Den Schweinskopf hatte ich exemplarisch hier bereits fotografiert hinterlegt, für die Leser dieser Website.

Wie ein Karpfen, den wir  in Deutschland gern zu Silvester verspeisen, sieht dieser Fisch auf dem Foto oben nicht aus. Ja, guckt richtig hin, es ist ein riesen Fisch, den die wohlgeformte Kubanerin mittleren Alters nach Haus trägt. Sofort fragt man sich, wie soll diese Errungenschaft bei gefühlten 30° Celsius bis zum Abend, ach was, bis zur tiefen Mitternachtsstunde überhaupt durchhalten? Geschweige denn (nicht) vergammeln

weiter lesen


Feb 3 2010

Tráfico en Cuba: Was Kuba von den Chinesen hat…und warum man dort nicht von A nach B fährt!

Elke Pohl
Cuba 214: Autobus in Camaguey

Cuba 214: Autobus in Camaguey

Elke Pohl, Reisekorrespondentin

Ein öffentlicher Nahverkehr existiert z.B. in Havanna, sonst aber kaum. Alles was bewegt werden kann, wird in Kuba als Transportmittel genutzt bewegt. Autobusse sind aus Lastkraftwagen umgebaut worden. Ein solcher fährt die Avenida nach Santiago de Cuba entlang. Im Gepäck huckepack die Passagierkabine obendrauf,  innendrin Passagiere, in diesem Fall Kubaner. Es sind immer Kubaner, meistens. Autos sind auch zu sehen, alte Amischlitten, Lada und Moskwitsch und aus jüngerer Vergangenheit auch moderne Toyota und VW. Darüber hinaus sind viele Kubaner mit dem Fahrrad unterwegs. Für sie ist es eines der wichtigsten Verkehrsmittel im Alltag und unzählige Drahtesel prägen das Straßenbild. Mit großem Einfallsreichtum wurden die chinesischen Räder umgebaut für ein Paar Kubaneros, bzw. ein Pärchen oder gar gleich als eine Art Drahtgespann für mehrere Familienmitglieder. Diese umgebauten, ähnlich einer Rikscha sind die Bicys, die vorzugsweise Einheimische für 5 Pesos nutzen. Zum Teil soll deren Benutzung durch Touristen illegal sein. Wer sie benutzt, sollte den Fahrpreis vorher korrekt aushandeln. Chinesische Fahrräder, Rikschas - doch hier hören die Gemeinsamkeiten mit den Asian-Staaten übern See auch schon auf.  

weiter lesen


Jan 25 2010

Wohnst Du noch, oder lebst Du schon? – Wie wohnt man eigentlich in Kuba?

Elke Pohl
Havanna - Straße hinter dem Capitol

Havanna - Straße hinter dem Capitol

Geschätzte 11 Millionen Menschen (zu je einem Drittel europäischer, afroamerikanischer und gemischter Mulatten Abstammung) leben derzeit in Kuba. Neben Havanna gehört auch Trinidad (nicht der Inselstaat, siehe hier, das schrieb ich schon) zu den prächtigsten Kolonialstädten des karibischen Raumes. Nichts ist auf Hochglanz poliert, die Farben sind bereits längere Zeit schon verblasst, der Putz bröckelt, und doch haben die Städte dadurch nicht an Reiz verloren.

Sie bestechen durch ihren altmodischen, unverfälschten Charme. Im Januar 1959 marschierte Fidel Castro in Havanna ein und erwarb sich die Bezeichnung màximo lider. Er hatte wenig Vertrauen in diese glamouröse Großstadt. Die Städteplaner des besiegten Diktators Batista hatten ursprünglich vor, die halbe Stadt abreißen zu lassen. Parkplätze sollten entstehen. Ganz so, wie einstmals Ronald Reagan beabsichtigte, aus der DDR einen Parkplatz zu machen. Nun ist Reagan tot und die DDR auch, und deswegen wurde auch aus den Umbauplänen von Batista, was Havanna betrifft, nichts.

weiter lesen


Jan 22 2010

Nord-Ost Thailand: Der lange Weg nach Udon Thani beträgt 6 1/2 Stunden Busfahrt ….

thomas
Udon Thani (Thailand) im Regen

Udon Thani (Thailand) im Regen

…und das wider Willen.

Der rasende, investigative Auslandskorrespondent unserer weltweit gültigen Website, Herr Erker, berichtete uns heute Morgen in aller Hergottsfrühe direkt aus Udon Thani (Thailand) in der Provinz Isaan. Wobei der liebe Gott, in dessen Frühe Erker uns berichtet, bei den Thais eher Buddha ist. Er spricht von einem Zwangsstopp.

Einer eingeschätzten asiatischen Mentalität zufolge, hatten freundlich dreinblickende Thais dem Reisewilligen die Streckendistanz vom Mekong nach Udon Thani mit einer Busfahrt von insgesamt vier Stunden erklärt und somit ‘ihr Gesicht gewahrt’, eine wichtige Präambel im zwischenmenschlichen Kontakt asiatischer Prägung. Zu diesem speziellen Problem, richtige, wissende Antworten von Auskunftspersonen zu erhalten, oder aber auch ein schlichtes ‘weiß ich nicht’, welches sich verbietet, mehr weiter unten.

Entgleisende Gesichtszüge vermeldet unser Korrespondent angesichts der tatsächlichen Reisezeiten. Schlecht nur das Vorhaben, zu einer bestimmten, fest verabredeten Zeit dort Freunde zu treffen, die zwischenzeitlich weiterfahren mussten. Das Meeting ging in die Hose. Unser Korrespondent entpuppt sich als nachreisender Nomade.

weiter lesen


Jan 18 2010

Open-Air-Konzert für Oldies in ganz Kuba

Elke Pohl
Gute Fahrt ins neue Jahr - der Sonne entgegen

Gute Fahrt ins neue Jahr - der Sonne entgegen

Wer an Kuba denkt, denkt sofort an Musik und Autos.  Die Berichterstattung erstreckt sich hier über mehrere Gegenden, Städte und Enklaven im ländlichen Raum von Kuba. Die Fotos wurden in Santiago de Cuba, Havanna, Trinidad und auch anderswo aufgenommen. Allerdings hat Trinidad auf Kuba nichts mit dem karibischen Zwergenstaat gleichen Namens zu tun. Dennoch: Musik kann man auch auf Kuba überall hören, auf den Straßen und Plätzen, in kleinen Läden oder größeren Musikhäusern, und nicht nur in Havanna.

(Andrew Sisters- Drinking Rum & Coca Cola, 1945) via youtube

weiter lesen


Jan 11 2010

La Nochebuena – die Heilige Nacht 2009 auf Kuba

Elke Pohl
28.12.09 - Weihnachten auf Kuba

28.12.09 - Weihnachten auf Kuba

Es ist schon sehr interessant, in einem atheistisch oder agnostisch geprägten Land wie Kuba Weihnachten zu feiern oder es zumindest zu ahnen. 1969 ist das Weihnachtsfeiern von der kubanischen Regierung mit dem Vorwand, dass die gesamte Bevölkerung der Insel für die Zuckerkampagne mobilisiert werden müsste, verboten worden. Ziel war es, 10 Millionen Tonnen Zucker zu produzieren. Alle zur Verfügung stehenden Kubaner wurden von ihren sonstigen Arbeitsplätzen freigestellt, alle mussten auf die Zuckerrohrfelder und Weihnachten fiel -seit 1969- der Einfachheit halber aus. Die Kubaner erwirtschafteten nichtsdestotrotz nur 8 Millionen Tonnen Zucker. Von diesem Jahr an, feierten die meisten Kubaner den Heiligen Abend heimlich und hinter verschlossenen Türen. Gut 30 Jahre später werden schon mal Türen geöffnet und hin und wieder zeigt ein Kubaner sehr stolz auf den bunt geschmückten Weihnachtsbaum. 

weiter lesen


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de